Galicia

BIENVENIDO bei den GALLEGOS!

 

Vigo, in der Region Galicia im rauen Nordwesten Spaniens,  ist nicht nur eine Stadt am Atlantik, sondern auch der größte Hafen Südeuropas und gleichzeitig wichtigster Umschlagplatz für Fisch und Meeresfrüchte. Deshalb haben die Galicier den Tintenfisch zu ihrem Nationalgericht auserkoren: pulpo a la gallega oder pulpo a feira, das sind „al dente“ gekochte Oktopusarme, abgeschmeckt mit grobkristalligem Salz, scharfem Paprikapulver und beträufelt mit ordentlich Olivenöl. Hinuntergespült wird das Ganze dann mit dem heimischen Bier Estrella de Galicia, einem der ausgezeichneten galicischen Weißweine wie dem Albariño, oder den typischen Likören crema de orujo (ähnlich Baileys) oder licor café. In den Meeresbuchten Galiciens finden übrigens 60% der weltweiten Miesmuschel- und Austernproduktion statt!

 

Der beste Freund des Galiciers ist der Regenschirm. Er ist sein treuer und ständiger Begleiter, und ein mickriges Exemplar wie ein Knirps kommt ihm nicht in die Tasche. Das muss schon ein ordentlicher, robuster Stockschirm sein, anders kann man dem launischen Wetter nicht trotzen. Insgeheim habe ich vor meiner Ankunft in Vigo auf frühlingshafte Temperaturen gehofft,  doch bisher durfte ich höchstens den April in Zeitraffer erleben  – plötzliche Wolkenbrüche, Sonneschein, Hagelkörner, Windböen und ab und zu blauer Himmel.

 

Zweisprachigkeit ist in Galicia kein Thema. Neben castellano wird hier auch das dem Portugiesischem stark ähnelnde gallego gesprochen. Es ist also alles doppelt beschriftet oder beschildert – die calle ist die Rúa, aus plaza wird praça. Zeitungen, Radiosender, offizielle Aushänge – alles auf gallego.

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